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Kostenfaktor Bodengutachten: Womit Bauherren rechnen sollten

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Kostenfaktor Bodengutachten: Womit Bauherren rechnen sollten

Baugrundgutachten sind entscheidend für den Erfolg Ihres Bauvorhabens. Sie liefern wichtige Informationen über die Beschaffenheit des Bodens und helfen dabei, unerwartete Probleme zu vermeiden.

Erfahren Sie, warum ein Gutachten unerlässlich ist und welche Schritte bei der Erstellung zu beachten sind.

Beim Hausbau zählt oftmals jeder Euro – und viele Bauherren fragen sich, ob ein Bodengutachten wirklich nötig ist oder ob es im Prinzip nur zusätzliche Kosten verursacht ohne echten Mehrwert darzustellen.

Die klare Antwort vorweg: Ein Bodengutachten ist kein „Nice-to-have“, sondern ein entscheidender Sicherheitsfaktor – und in Relation zu den gesamten Baukosten ein vergleichsweise kleiner, aber extrem wichtiger Posten.


Warum überhaupt ein Bodengutachten?

Der Baugrund ist die Basis jedes Hauses. Seine spezifische lokale Beschaffenheit und die anzupassende Behandlung entscheiden darüber, ob das Fundament dauerhaft stabil bleibt oder später Probleme wie Risse, Setzungen oder Feuchtigkeitsschäden auftreten.

Ein Baugrundgutachten zeigt frühzeitig, wie tragfähig der Boden ist, wo sich Grundwasser befindet und welche Gründungsart (Art der Fundamentierung) am besten geeignet ist. Damit lassen sich Planungsfehler und teure Überraschungen vermeiden – noch bevor der erste Bagger anrückt.

Wie genau die Baugrunderkundung in der Praxis abläuft, erklären wir hier Schritt für Schritt.


Was kostet ein Bodengutachten?

Die Kosten für ein Baugrundgutachten hängen von verschiedenen Faktoren ab:

  • Größe und Lage des Grundstücks (Entfernung von 38533)
  • Art des geplanten Bauwerks (z. B. Einfamilienhaus, Doppelhaus, Garage)
  • Notwendige Anzahl und Tiefe der Bohrungen
  • Etwaige chemische oder bodenmechanische Laboruntersuchungen

Im Durchschnitt liegt der Preis für ein Gutachten bei einem Einfamilien- oder Doppelhaus zwischen 1.150 € und 1.900 € – häufig bei rund 1.500 € exkl. Labor.

Für größere Bauvorhaben (z. B. Mehrfamilienhäuser oder gewerbliche Gebäude) wird der Aufwand entsprechend angepasst.


Was ist in den Kosten enthalten?

Ein Baugrundgutachten umfasst mehr als nur die Abwicklung / Ausführung und Beschreibung von Bohrungen und Bodenbeschaffenheiten. Typischerweise sind folgende Leistungen enthalten:

  • Vorbereitung & Abstimmung des Bauvorhabens
  • Bohrungen und Entnahme von Bodenproben
  • Erste Einschätzungen direkt vor Ort und deren baupraktische Bedeutung
  • Laboruntersuchung der Bodenproben (bedarfsweise)
  • Auswertung & Erstellung des Gutachtens
  • Klare Empfehlungen zur Gründung, Abdichtung und Entwässerung

Als seriöser Anbieter legen wir die Leistungen in einem Angebot komplett und transparent dar.


Warum ein Bodengutachten Kosten spart

Einige Bauherren überlegen, auf ein Gutachten zu verzichten, um Geld zu sparen (in der Nachbarschaft stehen doch schon Gebäude …). Das kann sich als klassischen Fehlgriff herausstellen, der oft teuer wird:

  • Unerwartete Bodenverhältnisse führen zu Zusatzkosten beim Aushub oder der zu verstärkenden Gründung / Fundamentierung
  • Ungleiche oder übermässige Setzungen oder ein Wassereintritt können langfristig Schäden verursachen
  • Nachträgliche Änderungen in der Planung verzögern den Bau

Schon kleine Abweichungen im Untergrund können Mehrkosten von mehreren tausend Euro verursachen.

>> Ein Gutachten schafft dagegen Planungssicherheit und schützt vor bösen Überraschungen – für vergleichsweise geringe Investitionen.


Bodengutachten: Pflicht oder freiwillig?

Rein rechtlich ist ein Bodengutachten nicht zwingend vorgeschrieben, wird aber von vielen Baufirmen, Architekten und Banken vorausgesetzt.

Denn ohne belastbare Daten zum Baugrund ist keine sichere Planung möglich.

Auch für Versicherungen ist das Gutachten ein Pluspunkt: Es dokumentiert, dass Sie als Bauherr sorgfältig und vorausschauend geplant haben.


Ob ein Bodengutachten Pflicht ist oder nicht, erfahren Sie im Beitrag Bodengutachten vor dem Hausbau: Pflicht oder Empfehlung?


Fazit: Kleine Kosten – große Wirkung

Ein Bodengutachten kostet im Verhältnis zum gesamten Bauprojekt wenig, kann aber hohe Folgekosten und Risiken vermeiden.

Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte diese Investition unbedingt einplanen – für Stabilität, Sicherheit und ein gutes Gefühl beim Hausbau.


Weiterführende Artikel

Bodengutachten vor dem Hausbau: Pflicht oder Empfehlung?

Ablauf einer Baugrunderkundung – So läuft ein Bodengutachten in der Praxis ab

Was bringt ein Bodengutachten? Alles, was Sie über Baugrundgutachten wissen müssen


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Über den Autor: Dr. Martin Kuhn

Gründer und Inhaber von DKG Baugrund

DKG steht für „Dr. Kuhn Geoconsult“. Ich bin als Diplomgeograph der TU-Braunschweig zum Dr. rer. nat. an der RWH Bonn promoviert mit Fokus auf den angewandten Geowissenschaften, Schwerpunkt Geologie und Bodenkunde sowie der Architektur (FH-Hildesheim). 

Meine ersten Tätigkeiten im Bereich Boden und Baugrund begannen vor über 30 Jahren mit Untersuchungen in Wasserschutzgebieten und Sonderforschungsbereichen. Ab 1999 habe ich als angestellter Projektmanager und SiGeko eine Vielzahl von Bauten und Projekten in unterschiedlichsten Aufgabenstellungen und Größenordnungen betreut, mit Baukosten von 0,5 bis 50,0 Mio. €.

Die Leidenschaft für das Verständnis von  Wechselwirkungen zwischen Boden und Bauten, der verschiedenen Funktionalitäten und sicheren Errichtung und Nutzung dauert bis heute an.

Meine Arbeit basiert auf Kompetenz und Erfahrungswissen, ich  stehe für Termintreue und die Erzeugung nachvollziehbarer und prüfbarer Ergebnisse.

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